Pia Zurbrügg


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>>>     2. Wahlgang Stadtrat 29. November 2020    <<<

Taten statt Worte

Am vergangenen Samstagmorgen waren die Help-Jungsamariter einmal nicht für die Erste Hilfe am Menschen, sondern im Dienste der Natur unterwegs. Die motivierten Kids und weitere freiwillige Helferinnen und Helfer trotzten zusammen mit der SP-Stadtratskandidatin Pia Zurbrügg dem etwas garstigen Wetter und sammelten Abfall für die Aktion sauberes Buchs. Nach 2 Stunden durften alle bei einem Znüni stolz auf ihren zusammengetragenen Erfolg schauen: 32 kg Müll, 18 Glasflaschen, 37 PET Flaschen, 68 Dosen, je 1 Sack Altpapier und Karton und ein Raclette- Ofen wurden gesammelt, sortiert und dem Recyclingprozess übergeben. Wichtig, und dennoch ein Tropfen auf den heissen Stein. Denn täglich gelangen Unmengen an Müll in unsere Gewässer, schaden unserer Flora und Fauna, verschmutzen unsere Seen und enden zum Schluss in den Ozeanen, wo sie das ökologische Gleichgewicht empfindlich stören. Umso schöner zu hören, dass sich die Leiterin der Help Buchs, Laura Frühwirth, nach der heutigen Aktion entschieden hat, zukünftig eine Übung im Jahr dem Schutz und der Hilfe für die Natur zu widmen. Die Zusage ihrer Vorgängerin Pia Zurbrügg ist ihr sicher, denn nebst der Beseitigung der Verschmutzung hat diese Aktion auch einen pädagogischen Aspekt. Wer Freizeit opfert, um Müll zu sammeln, wirft selbst kaum welchen achtlos zu Boden.

Weitere Infos: Swiss Litter Report

Zum Leserbrief «Konzernverantwortungsinitiative und böse Glencore» von Herrn Dudli vom Fr. 16. Okt. 2020 W & O

Grüezi Herr Dudli, ihr Leserbrief und die darin enthaltenen Fehlinformationen veranlassen uns als Lokalkomitee zu einer Gegendarstellung.

Zu Ihrem Vorwurf des Kolonialisierens:

Die Schweiz setzt mit dieser Initiative nicht Schweizer Recht international durch, sondern ermöglicht lediglich, dass sich Geschädigte vor einem Schweizer Gericht auf internationales Recht wie Menschenrechte oder anerkannte internationale Umweltstandards berufen können. Es geht also gerade nicht um Schweizer Normen.

Des Weiteren ist Ihre Behauptung der umgedrehten Beweislast schlichtweg falsch.

Diese liegt, wie bei Zivilprozessen üblich, auch hier beim Kläger. Bei Annahme der Initiative muss ein Kläger vor einem Schweizer Zivil- oder Handelsgericht eine Reihe von stichhaltigen Beweisen vorbringen. Er muss nachweisen, dass durch widerrechtliches Verhalten einer Firma, welche zu einem Schweizer Konzern gehört, ein Schaden an Mensch oder Umwelt entstanden ist. Der Kläger kann dabei nicht einfach Behauptungen aufstellen. Zudem muss er finanzielle Vorleistungen erbringen. Erst dann kann und wird ein Gericht urteilen. Und selbst wenn ein Gericht aufgrund der vorgebrachten Beweise einen kausalen, durch das Unternehmen verursachten Schaden feststellt, kann das Unternehmen noch immer beweisen, dass es alles unternommen hat, um seiner Verantwortung nachzukommen.

Ihre Argumente zur Entlastung von Glencore sind ebenfalls nicht korrekt:

Auch der Konzern behauptet, dass die Mine heute keine Umweltstandards mehr verletze und die extremen Verschmutzungen durch die historische Minentätigkeit verursacht wurden. Das ist nachweislich falsch. Die Situation hat sich in letzter Zeit nicht verbessert, im Gegenteil: Eine Haaranalyse bei Kindern zeigt, dass die Bleikonzentration sich in den letzten Jahren, seit Glencore die Kontrolle über die Minenaktivitäten übernommen hat, weiter verschlimmert hat.

Zur Übernahme durch kanadische Minen- und Rohstoffunternehmen «Cerro de Pasco Resources» (CDPR):

Die Vertragsmodalitäten zum Verkauf zeigen: Glencore wird auch nach dem Verkauf noch die Kontrolle über die Aktivitäten vor Ort behalten. Durch einen Alleinabnahmevertrag für alle Zink- und Silbererzprodukte und durch ein Vorkaufsrecht für alle Vorräte, ist es sogar so, dass Glencore seinen Zugang bis weit in die Zukunft gesichert hat und sogar weiter ausbauen kann: Aufgrund der vereinbarten Mindestliefermengen des kanadischen Konzern an Glencore ist zudem zu erwarten, dass die Produktion in Zukunft im Vergleich zu heute deutlich erhöht wird.

Pia Zurbrügg, Lokalkomitee KVI Buchs/ Grabs

Für eine Gesellschaft ohne Ausgrenzung. Für Toleranz, Akzeptanz und Gerechtigkeit!

Solidarität

Unsere Schweiz hat in den vergangenen Monaten gezeigt, dass sie solidarisch zusammenstehen kann. Es war schön zu erleben, wie schnell sich unsere Gesellschaft während des Lockdown ganz selbstverständlich organisiert hat, um jene zu unterstützen, welche auf Hilfe angewiesen waren.

Umso wichtiger ist es jetzt, diesen Solidaritätsgedanken beizubehalten, um die Folgen der Covid-19-Pandemie abzufedern. Die Arbeitslosigkeit ist angestiegen, genau wie die Anzahl der SozialhilfebezügerInnen. Letztere wird zweifellos noch weiter steigen. Auch unsere lokale Wirtschaft an der Bahnhofstrasse Buchs hat es hart getroffen. Niemals mehr als jetzt sind die kleinen Geschäfte und KMU nun auf uns angewiesen. Kaufen wir bei ihnen ein, statt beim Grossverteiler, im örtlichen Laden statt im Internet, an der Bahnhofstrasse Buchs statt im nahen Ausland. Helft mit, Arbeitsplätze zu erhalten und neue zu schaffen. Eine starke Wirtschaft bedeutet auch stabile Steuereinnahmen, was der Stadt wiederum ermöglicht, finanzielle Unterstützung all jenen zukommen zu lassen, die während der Pandemie ihre Arbeitsstelle verloren haben, durch die geschwächte Wirtschaftslage keine neue Stelle finden und nun auf Sozialhilfe angewiesen sind. Das Horrorszenario eines jeden von uns.

Setzen wir uns also solidarisch ein für ein lebendiges Buchs für Alle!